Ebola-Überlebende können ihr Augenlicht verlieren.

Eine Gesundheitspersonal schaut sich ein Ebola-Durchgangszentrum in Beni in der Provinz North Kivu in der Demokratischen Republik Kongo an.

Der anhaltende Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ist der größte Ausbruch des Landes seit 1976, als das Ebola-Virus erstmals in Zaire nachgewiesen wurde.

Der Ausbruch geschieht vor dem Hintergrund von Sicherheitsinstabilität, Misstrauen gegenüber Außenstehenden und begrenzten Ressourcen.

Um die klinischen Ergebnisse zu verbessern und die Ausbreitung des Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo einzudämmen, wurden Lehren aus dem westafrikanischen Ebola-Ausbruch von 2013 bis 2016 gezogen.

Bisherige Forschungen haben eine Reihe von Komplikationen aufgezeigt.

Wir haben ausführliche Untersuchungen durchgeführt, wie Ebola das Sehvermögen von Menschen beeinflusst, die die Krankheit überlebt haben.

Um unsere frühere Patientenversorgung und Forschung voranzutreiben, haben wir kürzlich eine Partnerschaft mit dem Gesundheitsministerium in der Demokratischen Republik Kongo und dem Global Outbreak and Alert Response Network der Weltgesundheitsorganisation geschlossen, um die Ebola-Überlebenden in der Demokratischen Republik Kongo zu evaluieren.

Ziel war es, Patienten mit Augenerkrankungen so schnell wie möglich nach Verlassen eines Ebola-Behandlungszentrums zu identifizieren.

Nach Genesung

In unserer bisherigen Forschung haben wir einen Zustand identifiziert, der sich bei Ebola-Überlebenden entwickelt – Uveitis.

Wir haben in früheren Untersuchungen gezeigt, dass das Ebola-Virus im Auge auch nach der Entfernung aus dem Blutkreislauf auf die gleiche Weise fortbestehen kann wie in anderen Organen, die vom Immunsystem isoliert sind.

Ebola-Virus wurde zuerst in das Auge eines heimkehr US-Gesundheitsarbeiter und Überlebende identifiziert, die nach der Genesung von kritischen Ebola Krankheit im Jahr 2014 den Augen bedrohlichen Uveitis entwickelt.

Nach dieser ersten Beschreibung der Persistenz des Ebola-Virus, die zu Uveitis führte, bewerteten Ärzte der Emory University und Partnerorganisationen über 1200 Ebola-Überlebende in Westafrika.

Die Erkenntnisse, die wir in Westafrika gewonnen haben, haben unsere Arbeit mit Ebola-Überlebenden in der Demokratischen Republik Kongo direkt beeinflusst.

Unterricht übersetzen

Im März dieses Jahres haben Augenärzte zusammengearbeitet, um ein „Eye Care in Ebola Survivor“ -Symposium für 10 Augenärzte aus verschiedenen Städten in der Demokratischen Republik Kongo durchzuführen.

Das Schulungssymposium bot ein Forum, in dem Augenkomplikationen im Zusammenhang mit Ebola, der aktuelle Stand der Augenpflege in der Demokratischen Republik Kongo sowie Möglichkeiten zur Stärkung der Sehkraftversorgung in der Region erörtert wurden.

Nach dem Training untersuchten wir mehr als 250 Überlebende auf Augenkrankheiten und behandelten ihre Beschwerden.

Während einige davon, wie Uveitis und Netzhautnarben, mit Ebola in Verbindung gebracht wurden, waren andere unspezifisch.

Dies ist das früheste Mal, dass während eines Ebola-Ausbruchs eine Intervention durchgeführt wurde.

Kontinuierliche Überwachung

Obwohl der Ebola-Ausbruch in Westafrika die Weltgemeinschaft über Uveitis und die Gefahr von Sehbehinderungen unterrichtet hat, ist es in der Demokratischen Republik Kongo nach wie vor notwendig, diese Erkenntnisse in eine verbesserte Sehkraft umzusetzen.

Eine Schlüsselkomponente für die Gesundheit von Überlebenden ist die Beratung von Patienten zum Uveitis-Risiko und zu den Symptomen, über die sie Bescheid wissen sollten, damit sie dringend eine Augenpflege in Anspruch nehmen können.

Die Überwachung von Augenkrankheiten bei Überlebenden ist weiterhin von entscheidender Bedeutung. Angesichts der Sicherheitsbedenken und der Instabilität, des Misstrauens der Bevölkerung und der Finanzierungslücken wird der zunehmende Ebola-Ausbruch eine kontinuierliche ophthalmologische Unterstützung erfordern.