Studie: Hautbakterien setzen junge Ekzempatienten einem schweren Allergierisiko aus

Eine Studie ergab, dass eine häufige Art von Hautbakterien bei Kleinkindern mit schwerem Ekzem ein erhöhtes Risiko für Nahrungsmittelallergien darstellt.

Britische Forscher berichten, dass eine häufige Art von Hautbakterien bei Kleinkindern mit schwerem Ekzem ein erhöhtes Risiko für Nahrungsmittelallergien darstellt.

Diese Art von Bakterien, Staphylococcus aureus, kommt in der Nase und in der Haut gesunder Menschen vor, tritt jedoch häufiger bei Menschen mit Hautzustandsekzemen auf, insbesondere bei Menschen mit schweren Fällen.

Diese Studie ergab, dass Kleinkinder mit schwerem Ekzem, die mit Staphylokokken infiziert sind, eher einen Antikörper namens IgE gegen Erdnuss, Ei und Milch produzieren.

Nach Angaben des Teams vom King’s College London hatten diese Kinder im Alter von 5 oder 6 Jahren auch häufiger eine Eiallergie als Kinder ohne Staphylokokken.

Der Befund ist “signifikant, da die meisten Kinder mit einer Eiallergie in der Regel in einem früheren Alter daraus hervorgehen”, sagte die leitende Autorin Dr. Olympia Tsilochristou, eine Mitarbeiterin der klinischen Forschung und Spezialistin für Allergien.

“Wir kennen noch nicht die genauen Mechanismen, die von Ekzemen zu Nahrungsmittelallergien führen. Unsere Ergebnisse legen jedoch nahe, dass das Bakterium Staphylococcus aureus ein wichtiger Faktor sein könnte, der zu diesem Ergebnis beiträgt”, fügte Tsilochristou in einer Pressemitteilung des Colleges hinzu.

Die Ergebnisse ergänzen die Ergebnisse einer früheren Studie zu Säuglingen mit hohem Risiko für Erdnussallergien.

Obwohl Kinder schon in jungen Jahren mit Erdnüssen gefüttert wurden, stellte die aktuelle Studie fest, dass Kinder mit Staphylokokken auf der Haut und / oder in der Nase häufiger eine Erdnussallergie entwickeln.

“Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass [Staphylokokken] die Wahrscheinlichkeit verringert haben, dass Kleinkinder eine Toleranz gegenüber Erdnüssen entwickeln, selbst wenn Erdnüsse in früher Kindheit gegessen wurden”, sagte Studienkoautor Dr. George du Toit, Professor für Kinderallergie.

Die Studie wurde am 31. Mai im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht.

Mehr Informationen

Die American Academy of Dermatology befasst sich mehr mit dem Unterschied zwischen Ekzemen und Infektionen bei Kindern.